Mecklenburg-Vorpommern tut gut, und Ariane Grundies weiß, warum. Sie lädt ein nach Binz, Hiddensee und Usedom, in die Hansestädte Rostock und Stralsund und die gemütlichen Teestuben auf dem Darß, schwärmt von der Seeluft und dem vierthöchsten Kirchturm der Welt. Schon während ihrer Kindheit wollte Ariane Grundies auf Hiddensee leben, in einem der weiß leuchtenden Reetdachhäuser – am liebsten als Sanddornpflückerin oder Bernsteinjägerin. Und bis heute sehnt sie sich zurück. Nach Mecklenburg-Vorpommerns sprödem Charme und nach Ostsee satt. Nach Herrenhäusern und Schlössern, nach Schwerin und Wismar mit ihren prachtvollen gotischen Backsteinbauten. Nach Kranichen, die über leuchtend gelbe Rapsfelder fliegen. Nach uralten Kastanienalleen, Plaudereien auf Plattdeutsch und den jährlich stattfindenden Saunameisterschaften. Nach Bratheringen und der Ruhe beim Angeln. Und nach dem Wind auf Rügen, der über den Pommesstand beim Kreidefelsen weht.

"Die Liebe muss wandern von einem zum anderen, wie das Ringlein damals in der Vorschule. Mir war nie ein Ring in die Hände gefallen, obwohl man ihn immer bei mir vermutet hatte." Alles ist in Bewegung, die Liebe folgt keinem Gesetz, genau wie dasLeben. Und ebendeshalb stecken die Geschichten der jungen Ariane Grundies voller Überraschungen: Frisch und verschmitzt finden sie das Besondere im Alltäglichen und entlocken dem Spiel zwischen Männern und Frauen seine unausgesprochenen Geheimnisse.Da erzählt ein junges Mädchen von ihrer Tante Sissi, der bekanntesten Hure der Stadt, die beschlossen hat, daß ihre Nichte erwachsen genug sei. Da fahren zwei Frauen mit einem blauen Wohnwagen ans Ende der Welt, um herauszufinden, wer der Richtige ist. Und da ist Kummer, der vielleicht in Ramona verliebt ist, ganz sicher aber von Patricia ein Kind erwartet.

 

Dieser Verschnitt aus Märchen, Initiationsgeschichte, Erziehungsroman und deformierter Gefühlserfahrung hat jene Eigenständigkeit, die dann doch wieder von der Begabung der jungen Autorin zeugt. Die surreale Inszenierung einer destruktiven, traurigen, liebessüchtigen Welt bricht die mechanische Jugendliteratur-Leier plötzlich auf und macht überraschende Klänge hörbar.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Geschwister Ariane und Björn Grundies räumen mit Vorurteilen gegenüber Lesben und Schwulen auf, und das ebenso klug wie unterhaltsam. Sie liefern zweckdienliche Hinweise zur Vermeidung von Peinlichkeiten und Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen der Heteros: Hassen alle Lesben Männer? Kann man Homosexualität heilen? Wir erfahren, was passiert, wenn eine Tunte hysterisch wird, eine Lesbe auf den Richtigen trifft oder ein Schwuler Feuerwehrmann werden will. Ein Wörterbuch hilft beim Verständnis des homosexuellen Vokabulars.
Nachhilfeunterricht für Heteros - praktische Tipps und nützliches Wissen vom anderen Ufer: informativ, ehrlich, mutig und liebenswürdig.

 

Endlich! Endlich ein Buch, in dem sich die schwul-lesbische Minderheit nicht krampfhaft verteidigt...Die literarische Welt

 

Max und Lutz, Lutz und Max. Zwillinge - gleich und doch verschieden. Vereint stehen sie am Krankenbett der Mutter, der einstigen Rubensfrau, die, von einem Bus angefahren, im Koma liegt und nicht mehr erwachen wird. Wer trägt die Schuld daran? Wer wird sie erlösen? Wird es eine Erlösung sein? Vor allem Lutz, aus dessen Perspektive der größte Teil des Romans geschildert wird, umtreiben diese Gedanken. Da ist die Nähe und gleichzeitige Distanz nicht nur zur Mutter, sondern auch zu seinem Bruder, die zwei Herzen in seiner Brust. Da gilt es Eingeständnisse hervor zu locken und einen Platz im Leben zu finden, wenn alte Muster wegfallen. Ariane Grundies erzählt in ihrem Roman von eingespielten Erwartungen an den anderen, von Verrat und von Schuldzuweisungen, die sich immer wieder als Trugschlüsse entpuppen können. Es geht um Kommunikation, die eigentlich keine mehr ist, die teils absurde Züge aufweist, teils aus Floskeln besteht und die Lücken mit Worten wie Kommunismus und Revolution schließt; und darum, wie durch den Tod die Dinge, Geschichten und Beziehungen in einer Familie wieder in Bewegung kommen und sich neu sortieren. Pointiert, mit leichter Hand und mit Geschick für überraschende Wendungen berichtet sie von Rennradmädchen, anhänglichen Tanten und Wünschen, die anders als erwartet in Erfüllung gehen.

Ariane Grundies ist in ihrem ersten Roman etwas ganz Erstaunliches gelungen. Sie zeichnet die Innenwelt eines jungen Mannes nach, ohne dabei das Lebensgefühl einer Generation aufzeigen zu wollen.

"Am Ende ich" ist ein unkonventionelles Buch - eine unaufgeregte überschaubare Geschichte, ein paar spleenige Familienmitglieder und eine völlig authentisch wirkende Hauptfigur. Und obendrein ein Haufen Sätze, die im ersten Moment verstören und im zweiten beruhigen. Alle Achtung, was für ein Auftritt! NDR Info

 

Ariane Grundies, …, ist eine begabte Autorin, die eine angenehm unprätentiöse Sprache hat und es versteht, eine geheimnisvolle Grundstimmung zu erzeugen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Was sich liebt, das kost sich. Kosenamen - jeder hat sie, jeder sagt sie, nur Auskunft darüber mag kaum jemand geben. Auch die Stars und Sternchen - egal, ob intellektuelle Schriftsteller, hübsche Schauspieler oder mächtige Politiker - sind in Wahrheit nur ein schnöder "Kürbis" oder eine "tolle Blutwurst". Ariane Grundies und Damiel Mursa haben hinter den Kulissen großer und kleiner Liebesbeziehungen recherchiert und prominente Kosenamen aufgespürt, die so manches "Schatzi" und "Mausi" vor Neid erblassen lassen werden.